Donnerstag, 5. November 2015

Vorwort des Herausgebers


Seite 9 - Beginn des Buches

Die Rede ist von aufbewahrten Aufzeichnungen eines Mannes, welcher er als den "Steppenwolf" bezeichnet. Seine Herkunft und das Vergangene ist dem Schreiber unbekannt. Sein Auftreten jedoch sei symphatisch und war eindrucksvoll, da dieser Mann (um die 50 Jahre alt) nach einem möblierten Zimmer suchte - im Hause der Tante unseres Erzählers. Dort wohnte er neun bis zehn Monate, sehr einsam. Begegnungen im Flur waren der einzige Kontakt mit dem Neffen. Der Mann, welcher sich zuweilen selbst als Steppenwolf bezeichnete, war ein scheues Wesen.
Sein Gang erscheint dem Erzähler erst mühsam und unerschlossen - jedoch findet er mit der Zeit heraus, dass dies krankheitsbedingt ist. 
Trotz den kuriosen Merkmalen wirkt der sogenannte Steppenwolf freundlich und höflich, doch merkwürdig. 

Die Ankunft in der Beherbergung seiner Tante sollte polizeilich unerkannt bleiben - angeblich aufgrund seiner Krankheit und den Formalitäten. Dies jedoch missfiel dem Erzähler, weshalb er Einzelheiten über den Fremden in Erfahrung bringen wollte. 
Da der Fremde den sauberen und reinen Duft des Hauses wahrgenommen hatte, befürchtet der Erzähler ein bevorstehendes Chaos mit seinem Einzug.